Die Große Drüsenameise (wissenschaftlich Tapinoma magnum) ist eine invasive Ameisenart, die sich in den letzten Jahren zunehmend auch in deutschen Städten ausbreitet. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum, findet jedoch durch milde Winter und urbane Lebensräume ideale Bedingungen zur Ausbreitung.
Erkennungsmerkmale
- Größe: etwa 2–4 mm
- Farbe: dunkelbraun bis schwarz
- Auffällig: bildet lange, dichte Ameisenstraßen
- Geruch: verströmt bei Zerdrücken einen unangenehmen, leicht süßlichen Geruch
Lebensweise
Die Große Drüsenameise lebt in sehr großen Kolonien, die mehrere Nester umfassen können. Diese sogenannten „Superkolonien“ ermöglichen eine rasche Ausbreitung. Nester befinden sich häufig:
- unter Gehwegplatten
- in Pflasterfugen
- an Hausfundamenten
- in Grünanlagen
Die Ameisen ernähren sich von zuckerhaltigen Substanzen, Honigtau von Blattläusen sowie kleinen Insekten.
Bedeutung für Städte
In urbanen Gebieten kann die Art zunehmend problematisch werden:
- Unterhöhlung von Wegen und Terrassen durch Nestbau
- Eindringen in Gebäude auf Nahrungssuche
- Verdrängung heimischer Ameisenarten

