Die Asiatische Hornisse breitet sich seit einigen Jahren in Europa aus und stellt eine Bedrohung für unsere heimische Artenvielfalt – insbesondere für Honigbienen – dar.
Merkmale: So erkennen Sie den Unterschied
Es ist wichtig, die Asiatische Hornisse von der geschützten heimischen Hornisse zu unterscheiden.
| Merkmal | Asiatische Hornisse (Vespa velutina) | Heimische Hornisse (Vespa crabro) |
| Körperfarbe | Überwiegend schwarz mit gelbem Endsegment | Typisches Gelb-Schwarz-Muster (wespenähnlich) |
| Beine | Markante gelbe Füße („gelbe Socken“) | Durchgehend rötlich-braune Beine |
| Größe | Etwas kleiner (ca. 2,0 – 3,0 cm) | Etwas größer (ca. 2,5 – 3,5 cm) |
| Thorax | Samtiges Schwarz | Rotbraun |
Besteht Gefahr für den Menschen?
Grundlegend gilt: Keine Panik.
Die Asiatische Hornisse ist von Natur aus nicht aggressiver als unsere heimische Hornisse oder Wespen. Sie verteidigt jedoch ihr Nest massiv, wenn man sich diesem auf weniger als 2 bis 3 Meter nähert. Ein Stich ist vergleichbar mit dem einer Biene oder Wespe und nur für Allergiker lebensgefährlich.
Rechtlicher Status und Meldung
Seit 2025 unterliegt die Asiatische Hornisse keiner allgemeinen Meldepflicht mehr. Da die Art mittlerweile in vielen Regionen als etabliert gilt, liegt der Fokus nicht mehr auf der flächendeckenden Erfassung jedes Einzeltiers.
Dennoch gilt weiterhin:
- Nester im öffentlichen Raum: Wenn Sie ein Nest an städtischen Gebäuden, Schulen oder Spielplätzen entdecken, informieren Sie bitte weiterhin die Stadtverwaltung, damit eine Gefahrenbewertung vorgenommen werden kann.
- Eigeninitiative vermeiden: Auch ohne Meldepflicht dürfen Nester aufgrund der Verwechslungsgefahr mit geschützten Arten nur von Fachpersonal entfernt werden.
Mehr Informationen finden Sie beim Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU).

