Wenn die Schülerinnen und Schüler nach den Ferien zurück in die Grundschule Dorschberg in Wörth kommen, startet der Unterricht in den neu aufgestellten Container-Klassenzimmern. Die Modernisierung der bereits 1966 errichteten Grundschule ist gut vorbereitet und geplant.
Das gesamte Gebäude war in die Jahre gekommen und bedurfte dringend einer grundlegenden Sanierung. Am 1. Juli vergangenen Jahres hatte der Stadtrat das Vorhaben beschlossen, nun startet die Umsetzung. Die Dorschbergschule wird mit umfangreichen Investitionen – geplant wird mit Kosten in Höhe von rund 9,6 Mio EUR - fit für die Zukunft gemacht. Dabei steht neben der Umsetzung des fortschrittlichen pädagogischen Konzeptes auch die Nachhaltigkeit des Bauprojekts im Vordergrund. Aus den ehemals vier Gebäudeteilen, der Pausenhalle mit Verwaltungstrakt und dem eingeschossigen Pavillontrakt mit vier Pavillongebäuden wird eine Grundschule mit „Herz“.
Dorschbergschule bekommt ein „Herz“

Visualisierung von Baréz + Schuster für die Stadt Wörth am Rhein
Das alte Gebäude wird dabei komplett überbaut. Zwischen den beiden bestehenden Trakten des Hauptgebäudes wird eine überdachte Halle als „Herz“ der Gesamtanlage geschaffen. Der bisherige eingeschossige Trakt des Hauptgebäudes wird aufgestockt. Es entstehen weitere Klassenzimmer, die auch als Klassenzimmer „plus“ für klassenübergreifendes Arbeiten oder Arbeitsgruppen genutzt werden können. Die Pavillons bleiben erhalten, dienen aber nach Entkernung als erweiterte überdachte Pausenhoffläche.
Gebaut werden auch Begegnungsräume mit Wohlfühl-Atmosphäre. In Abstimmung mit dem Pädagogischen Landesinstitut wurde die neue Architektur an sich ändernde Ansprüche der Schulgemeinschaft angepasst. Lehrerinnen und Lehrer haben z. B. die Möglichkeit mit dem Raumkonzept auf individuelle Bedarfe der Kinder einzugehen.
Nachhaltige Verbesserung
Die Dorschbergschule wird im Zuge der geplanten zwei Bauabschnitte zu einer vierzügigen Grundschule mit 16 Klassen für aktuell 277 Schüler sowie Ganztagsschule in Angebotsform inkl. Freizeitbereich ausgebaut. Ziel ist die Verringerung des CO2-Fußabdrucks z. B. durch zirkuläres Bauen und die Verwendung von nachhaltigen Materialien wie einheimisches Holz. Dabei werden die Gebäude auch energetisch optimiert. Mit der Zusammenlegung der Flächen wird die Hüllfläche kleiner, wodurch die Energiekosten sinken. Dazu trägt auch die Erneuerung der Heizungs-, Lüftungs- und Sanitär- und Elektroinstallation, neue energiesparende Beleuchtungssysteme und die Gebäudeautomation bei. Eine moderne Lüftungseinrichtung mit Wärmerückgewinnung wird die Aufenthalts- und Raumluftqualität erheblich verbessern. Bei der Planung ist auch die Anbindung an die Amok-Systeme der benachbarten Schulen und die Optimierung des Brandschutzes vorgesehen.
Die Sanierung der Schule wird durch das Land Rheinland-Pfalz mit Mitteln aus dem Schulbauprogramm gefördert.
