Integrierter Standortentwicklungsprozess


Das Ministerium des Innern und für Sport hat der Stadt Wörth am Rhein für die „integrierte Standortentwicklung“ eine Förderung in Höhe von rund 365.000 EUR gewährt. Die integrierte Standortentwicklung ist in der Kommunalentwicklung ein relativ neues Instrument, das sich an Kommunen wendet, die nicht nur Einzelprojekte umsetzen wollen, sondern den Landkreis bzw. die Stadt oder die Verbandsgemeinde als Ganzes und mit weiteren Akteuren nach vorne bringen wollen.

Die Stadt Wörth am Rhein ist eine mehrfach geteilte Stadt. Zwei Ortsbezirke liegen im inneren verstädterten Raum Karlsruhes und weisen somit einen städtischen bzw. industrievorstädtischen Charakter mit Einkaufsmöglichkeiten, Schwerindustrie, Zug-, Straßenbahn- sowie Schnellstraßen- und Autobahnanschlüssen. Dem gegenüber stehen zwei ländlich geprägte Ortsbezirke (Büchelberg und Schaidt) in erheblicher Distanz im bzw. hinter dem Bienwald, die bzgl. Infrastruktur abgehängt sind. Zudem hat Wörth (ca. 18.200 Ew.) mit dem Oberzentrum Karlsruhe (ca. 310.000 Ew.) einen ungleichen direkten Nachbarn. Dieses Ungleichgewicht (Sogwirkung) hat und wird weiterhin Auswirkungen auf die Entwicklung Wörths haben.

Ein fehlendes Zusammengehörigkeitsgefühl gibt es nicht nur durch die räumliche Trennung der Ortsbezirke, sondern auch innerhalb der Ortsbezirke Wörth (Altort und Dorschberg) und Maximiliansau. Demzufolge wird es ein wichtiges Thema im Standortentwicklungsprozess sein Ideen für ein gewisses Wir-Gefühl in der Stadt Wörth zu sammeln und dieses auch im Zuge des Prozesses entstehen zu lassen.

Mit der finanziellen Unterstützung des Landes hat sich die Stadt gemeinsam mit Ihren Ortsteilen sowie den sozialen, karitativen, wirtschaftlichen und privaten Akteuren vor Ort in einen Entwicklungsprozess begeben, um sich als attraktiven Standort für Wohnen und Arbeiten, Lebensqualität und Gewerbe positionieren können. Hierfür soll ein solides Netzwerk aller beteiligten Akteure aufgebaut werden, um wichtige Schlüsselprojekte umzusetzen und handlungsfähige Strukturen zur Standortentwicklung innerhalb der Verwaltung zu etablieren. Die Stadtverwaltung tritt im Standortentwicklungsprozess sowohl als Initiator als auch als Moderator in Erscheinung. Die Gesamtkosten des Prozesses der „integrierten Standortentwicklung“ in Höhe von rund 487.000 EUR fördert das Land mit 75 Prozent. Zusätzlich wird die Stadt im Rahmen des Prozesses der integrierten Standortentwicklung intensiv durch das Innenministerium begleitet und beraten.

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