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Wie funktioniert unser Klimasystem? Klimawandel - Teil 3

Die Ursache und der Einfluss der erhöhten Treibhausgasemissionen in der Erdatmosphäre wurden bereits in einem vorangegangenen Artikel erklärt. Ebenso die Veränderungen des Ozeans und der Polarregionen unter dem Klimawandel und deren Folgen.

Veränderungen von Wetter und Klima treten kleinräumig bereits auf, z. B. durch die erhöhte Wasserdampffreisetzung aus den Ozeanen durch deren Erwärmung. Dieses Mehr an Wasserdampf verstärkt den Wasserkreislauf und führt generell zu mehr Niederschlag. Allerdings sind diese Niederschläge nicht gleichmäßig verteilt, sondern treten als lokale Extreme auf. Feuchte Gebiete werden feuchter, und trockene Gebiete werden trockener. So zum Beispiel im Mittelmeerraum. Das Meer erwärmt sich, Wasserdampf steigt auf; dieser wird über die Alpen transportiert und führt in Mitteleuropa zu Starkregenereignissen. Ähnlich verhält es sich bei Gewittern. Der Antrieb für ein Gewitter sind große Mengen an aufsteigender Luft. Der in der Luft enthaltene Wasserdampf kondensiert in der Höhe und setzt dabei Wärmeenergie frei. Je mehr Wasserdampf vorhanden ist, desto mehr Energie wird frei, und die Gewitterbildung verstärkt sich.

Die Störung des Klimasystems und die Veränderung der klimatischen Bedingungen führen auch zur Veränderung der Jahreszeiten sowie der Vegetations- und Klimazonen. Ist es im Jahresverlauf länger warm bzw. nicht mehr ausreichend kalt, verschieben sich die Jahreszeiten. Sie werden länger (Frühjahr und Sommer) oder kürzer (Herbst und Winter). Dies hat zur Folge, dass Pflanzen früher blühen und Tiere sich dieser Verschiebung anpassen müssen. Sie können z. B. der Verschiebung ihrer bevorzugten Klimazone „hinterher“ ziehen. Tiere oder Pflanzen, die schon in der kaltmöglichsten Klimazone leben, werden durch die allgemeine Erwärmung vermutlich aussterben, wenn sie es nicht schaffen sich an wärmere Bedingungen anzupassen. Durch die Anpassung an neue klimatische Bedingungen können aber auch Ökosysteme neu vermischt werden. Dort leben dann Tiere und oder Pflanzen nebeneinander, die vorher strickt von einander getrennt waren. Die Auswirkungen dessen sind noch nicht voll erfasst, aber die Vermutung liegt nahe, dass sich z. B. das Räuber-Beute-Verhältnis verändert.

Auch auf die menschliche Gesundheit hat der Klimawandel erheblichen Einfluss durch extreme Hitzebelastung oder Extremwetterereignisse. Überflutungen oder Starkregenereignissen können die Gewässer verunreinigen, wodurch sich Infektionskrankheiten ausbreiten können. Die verschobenen und verlängerten Vegetationszeiten verstärken auch die Saison des Pollenfluges und den damit verbundenen Heuschnupfen.

In der Landwirtschaft beeinflussen die höheren Temperaturen sowie die höhere Kohlenstoffdioxidkonzentration in der Luft, die veränderten Niederschlagsmuster und andere Wetterparameter das Pflanzenwachstum. Auf Grund von Hitzeperioden, Dürren oder Starkregenereignissen kann es zur erheblichen Abnahme der Ernteerträge kommen.

Insgesamt zeigen die Ursachen und Folgen der globalen Erwärmung Veränderungen der Lebensgrundlagen aller Organismen auf. Maßgeblich ist die Erhöhung der Treibhausgasemissionen durch den Menschen die Ursache für die Veränderung des Klimas. Daraus ergibt sich aber gleichzeitig, dass der Mensch direkten Einfluss auf den weiteren Verlauf der Veränderung hat und einem weiteren Verlauf des Klimawandels entgegensteuern kann. Ziel ist es, die globale Erwärmung so gering wie möglich zu halten, da sie für den Menschen und seine Umwelt nachteilig ist.

Wir hoffen Ihnen die Komplexität des Klimasystems und des Klimawandels und wie weitreichend die Einflüsse der Veränderung für uns alle sind, etwas besser veranschaulicht zu haben.

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