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Ernährung

Welchen Einfluss Ernährung auf die Gesellschaft, die Umwelt und den Klimawandel haben kann, möchten wir Ihnen diesen Monat in der Reihe Umwelt- & Klimaschutz im Alltag näher bringen.

Regionale, frische Lebensmittelprodukte stärken die Region, ihre Natur und ihre Gesellschaft. Der Kauf saisonaler Produkte aus dem regionalen Freiland vermeiden CO2-Emissionen, weil keine beheizten Gewächshäuser benötigt werden, und die Transportwege wesentlich kürzer sind. Außerdem stärkt der Kauf von frischen, regionalen Produkten die heimische Wirtschaft.

Mit der Wahl der Lebensmittel wird also die Wirtschaft beeinflusst und damit Einkommen sowie Lebens- und Arbeitsbedingungen von Menschen, die weltweit in Landwirtschaft, Verarbeitung oder Vermarktung von Lebensmitteln arbeiten. Niedrige Lebensmittelpreise berücksichtigen diese Bedingungen in negativer Weise. In Deutschland können auf Grund niedriger Verkaufspreise viele Landwirtschaftsbetriebe oder Verarbeitungsunternehmen nicht mehr kostendeckend wirtschaften. Das Kaufverhalten beeinflusst ebenso die Art der Produktherstellung. Bei tierischen und pflanzlichen Produkten bestimmt das Kaufverhalten direkt die Art der Nutztierhaltung und die Futtermittelproduktion sowie die Anbaumethoden. Fleischpreise sind u.a. deshalb so preisgünstig, weil die Tiere in intensiven Haltungssystemen leben und ein Großteil der weltweiten Getreide- und Sojaernten verfüttert werden. Gleichzeitig verschlechtern sich die Ernährungssituation der Menschen in armen Ländern durch Exporte von Nahrungsgütern.

Verbraucher können dem ein Zeichen entgegensetzen, in dem weniger tierische Produkte gegessen werden und Produkte aus Fairem Handel gekauft werden. Somit haben Verbraucher Einfluss auf bessere weltweite Lebensbedingungen und gerechtere Arbeitsbedingungen sowie mehr Tierschutz. Nicht zuletzt beeinflusst eine bewusste Ernährung die eigene Gesundheit.

Neben den ökologischen und sozialen Folgen hat die Lebensmittelproduktion auch einen erheblichen Einfluss auf den Klimawandel. Die bei der Produktion entstehenden Treibhausgas- (THG) Emissionen entfallen auf die Bereiche Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung, Transport, Handel, Haushalt und Abfallentsorgung. Sie machen in Deutschland insgesamt etwa 25% der THG Emissionen aus. Innerhalb des Sektors Landwirtschaft wird die Tierhaltung für die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion noch einmal gesondert betrachtet, da in diesem Bereich weltweit erhebliche Mengen an THG anfallen. Tiere können die Futtermittel nicht 1:1 in Fleisch, Milch oder Eier umsetzen und belasten somit das Klima mehr als pflanzliche Lebensmittel. Hinzu kommt, dass im Anbau von Futterpflanzen (z. B. Getreide, Soja) im konventionellen Landbau viel mineralischer Stickstoffdünger eingesetzt wird. Der Wasserverbrauch tierischer Lebensmittel ist zu dem um ein Vielfaches größer als bei pflanzlichen Produkten. Dieser setzt sich zusammen aus dem Bewässerungsanteil für den Futtermittelanbau und dem Trinkwasserverbrauch der Tierhaltung (Tiertränke, Stallreinigung, Schlachtung, Verarbeitung).

Ökologisch erzeugte Lebensmittel weisen in der Regel eine bessere Ökobilanz auf als konventionell erzeugte Lebensmittel. Oft werden weniger Rohstoffe und weniger Energie benötigt, wodurch weniger Treibhausgase entstehen. Mineralischen Dünger und chemischsynthetischen Pflanzenschutzmittel sind im ökologischen Landbau verboten, was mit einer umweltfreundlicheren Bewirtschaftung einhergeht, da u. a. Böden und Gewässer weniger belastet werden. Außerdem sind ökologisch erzeugte Lebensmittel reicher an gesundheitsfördernden sekundären Pflanzenstoffen, die z. B. immunstärkend wirken. Außerdem enthalten die Lebensmittel keine Rückstände von giftigen Pestiziden oder Tierartzneimitteln.

Es soll nicht das Ziel sein, einen rigorosen Verzicht zu üben. Aber der bewusste Umgang mit Lebensmitteln und ein geringerer Konsum von Fleisch und Luxus-Lebensmitteln sowie das Wissen um die Zusammenhänge zwischen Verbrauch, Ressourcen und Produktion sind enorm wichtig und essentiell.

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