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Ziele und Inhalte

Im Fokus der Konzepterstellung stehen die sparsame Energieverwendung und die "klimaschonende" Energieerzeugung. Dies zielt mittelbar darauf ab, den durch den Ausstoß von Klimagasen verursachten Klimawandel zu begrenzen.

Die Stadt Wörth am Rhein hat ehrgeizige Ziele für den Klimaschutz. Das Klimaschutzkonzept soll sich auf die Erreichung der nationalen Klimaschutzziele und damit auf die Notwendigkeit, die Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu reduzieren, orientieren. Dabei werden die auf diesem Zielpfad notwendigen Maßnahmen für die nächsten zehn bis 15 Jahre identifiziert.

Was bedeutet „integriertes Klimaschutzkonzept“?

Ein Klimaschutzkonzept dient als strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe für zukünftige Klimaschutzanstrengungen und eventueller Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Es soll aufzeigen, welche technischen und wirtschaftlichen CO2-Minderungspotenziale bestehen, welche Maßnahmen zur Verfügung stehen, um kurz-, mittel- und langfristig CO2-Emissionen einzusparen und Energieverbräuche zu senken. Gleichzeitig legt es Ziele zur Minderung der CO2-Emissionen fest und beschreibt, wie die Erfüllung dieser Ziele weiter verfolgt werden kann.

Die Grundlage für die Erarbeitung konsensfähiger Ziele ist eine fundierte und belastbare Bestandsaufnahme, die in einer Potenzialanalyse mündet. Im Einzelnen erstreckt sich die Bearbeitung des Klimaschutzkonzeptes über folgende inhaltlichen Arbeitsschritte:

Schritt 1: Energie- und THG-Bilanz

Eine wesentliche Basis für das Klimaschutzkonzept sind verlässliche Zahlen, die den derzeitigen Energieverbrauch und die dadurch hervorgerufenen CO2-Emissionen widerspiegeln, differenzierte Potenzialanalyse und konkrete Zielvereinbarungen ermöglichen sowie im weiteren Prozess der Evaluation und Erfolgskontrolle dienen.

Schritt 2: Potenzialanalyse

Die solide Definition von Handlungsoptionen lässt sich nur anhand von differenzierten und praxisorientierten Potenzialbetrachtungen realisieren. Bei der Potenzialanalyse werden die verschiedensten möglichen Maßnahmenfelder der Stadtentwicklung berücksichtigt. Ausgehend vom theoretischen Potenzial, wird das technisch machbare Potenzial auf seine Wirtschaftlichkeit geprüft und abschließend das nutzbare Potenzial als Zielgröße ermittelt.

Die Erarbeitung der Potenzialanalyse umfasst die folgenden Elemente:

  • Darstellung der Energieeffizienz sowie der Einsparpotenziale
  • Ermittlung der Potenziale für die Nutzung regenerativer Energien

Schritt 3: Akteursbeteiligung

Für eine erfolgreiche Umsetzung des Klimaschutzkonzepts ist es notwendig, die betroffenen Verwaltungseinheiten, Investoren, Energieversorger oder Interessenverbände sowie die verschiedenen Bevölkerungsgruppen schon bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts einzubinden. In einem partizipativ gestalteten Prozess sollen von Beginn an mit sämtlichen relevanten Akteuren gemeinsam ein Leitbild entwickelt und die später umzusetzenden Maßnahmen ausgewählt werden. So kann frühzeitig eine breite Akzeptanz der Maßnahmen erreicht und evtl. auftretende Hemmnisse identifiziert, sowie Lösungen zu ihrer Überwindung entwickelt werden.

Schritt 4: Maßnahmenkatalog

Ein Kernelement des Klimaschutzkonzeptes stellt die Erarbeitung eines umsetzungsorientierten Maßnahmenkataloges dar. Auf Grundlage der Ergebnisse der Potenzialanalyse sowie der energie- und klimapolitischen Ziele werden Handlungsvorschläge erarbeitet, um die vorhandenen Potenziale zur Senkung des Energieverbrauchs, zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Nutzung erneuerbarer Energien möglichst optimal zu aktivieren. Die Maßnahmen werden priorisiert, zu beteiligende Akteure genannt und Kosten beziffert. Der Maßnahmenkatalog bildet die Grundlage für die spätere Umsetzung durch einen Klimaschutzmanager bzw. eine Klimaschutzmanagerin.

Schritt 5: Controlling-Konzept

Ziel des Monitoring und Controlling ist es, dass die politischen Akteure und die interessierte Öffentlichkeit, kontinuierlich über die Erreichung der geplanten Ziele informiert werden beziehungsweise die geplanten Ziele selbst überprüft werden können. Das Controllingkonzept beschreibt zudem die wesentlichen Erfolgsfaktoren. Ein wichtiges Instrument des Controllingkonzeptes ist die Fortschreibung der kommunalen CO2-Bilanz als Basisinstrument der Evaluation.

Schritt 6: Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit in der Durchführungsphase

Die Prozesse der Öffentlichkeitsarbeit, die bereits für die Klimaschutzkonzepterstellung installiert wurden, sollen auch anschließend während der Umsetzung weitergeführt und optimiert werden. Zu diesem Zweck wird bereits mit dem Klimaschutzkonzept ein Vorschlag zur Ausgestaltung der Öffentlichkeitsarbeit während der Umsetzungsphase vorgelegt.

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