Mit Weitblick, Innovationsbereitschaft und einer konsequenten Strategie hat die Stadt Wörth am Rhein ihren kommunalen Fuhrpark in den vergangenen Jahren schrittweise modernisiert und auf alternative Antriebe ausgerichtet. Ein gutes Praxisbeispiel, wie sich kürzlich beim Austausch der Kommunen im Rahmen eines Workshops der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz GmbH, der in Wörth stattfand, bestätigte.
Bereits vor mehreren Jahren begann die Stadt damit, ihre Fuhrparkstrategie neu auszurichten. Dabei stand nicht allein die Anschaffung einzelner Elektrofahrzeuge im Vordergrund, sondern die Entwicklung eines ganzheitlichen Fuhrparkkonzepts. Anders als in anderen Kommunen liegt die Verantwortung für den Fuhrpark bei der Stadt Wörth am Rhein in einer Hand – sprich an einer Stelle in der Abteilung Facility Management.
„Hier wurden frühzeitig die Weichen für eine nachhaltige, wirtschaftliche und bedarfsgerechte Mobilitätslösung gestellt. Das ist wichtig, gerade bei einer klammen Haushaltslage,“ erläutert Bürgermeister Steffen Weiß.
Grundlage für die Einführung des Fuhrparkmanagements war eine umfassende Bedarfsermittlung, bei der die Anforderungen der verschiedenen Fachbereiche analysiert und zukünftige Einsatzszenarien berücksichtigt wurden. Auf dieser Basis entstand ein langfristiger Beschaffungsplan, der die schrittweise Erneuerung des Fahrzeugbestandes ermöglicht und frühzeitig in die Haushaltsplanung integriert wurde.
Besonders hervorzuheben ist die vorausschauende Herangehensweise, mit der die Stadt die Mobilitätswende gestaltet hat. Durch die Umstellung auf eine CO₂-basierte Betrachtungsweise eröffneten sich neue Handlungsspielräume bei der Beschaffung kommunaler Fahrzeuge. Gleichzeitig konnten Fördermöglichkeiten gezielt genutzt werden. Insbesondere Mittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) leisteten einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Maßnahmen.
Das Ergebnis dieser langfristigen Strategie, die maßgeblich von Daniela Daußmann-Enderle in der Verwaltung vorangetrieben wurde, kann sich sehen lassen: Heute umfasst der Fuhrpark der Stadt Wörth am Rhein neben Elektro-Pkw und Elektro-Transportern auch E-Lastenräder, E-Scooter sowie eine elektrisch betriebene Kehrmaschine. Die unterschiedlichen Fahrzeugtypen ermöglichen eine passgenaue Nutzung für die vielfältigen Aufgaben der Verwaltung und zeigen, dass nachhaltige Mobilität in der kommunalen Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann.
Neben den ökologischen Vorteilen überzeugen die Fahrzeuge auch aus wirtschaftlicher Sicht. Elektrofahrzeuge verursachen geringere Energie- und Betriebskosten und zeichnen sich durch einen deutlich reduzierten Wartungsaufwand aus. Durch weniger verschleißanfällige Bauteile sind Werkstattaufenthalte seltener erforderlich, Ausfallzeiten werden minimiert und organisatorische Aufwände reduziert. Die nachhaltige Ausrichtung des Fuhrparks trägt somit zugleich zur Betriebskostenoptimierung bei.
Bild: E-Kehrmaschine aus dem Fuhrpark der Stadtverwaltung Wörth
Foto: Stadt Wörth am Rhein
